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Amtliche Mitteilung: Informationen zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners

Amtliche Mitteilung: Informationen zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners
Die Gemeindeverwaltung informiert über den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS). Die Raupen dieser Schmetterlingsart können sowohl die Gesundheit von Menschen als auch die Vitalität von Eichen gefährden.

Gefahren für Mensch und Natur
  o Gesundheitsrisiko: EPS-Raupen bilden ab dem 3. Larvenstadium (ca. ab Mai) mikroskopisch kleine, für das Auge unsichtbare Brennhaare aus. Diese Haare enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt schmerzhafte               Hautausschläge, Augenreizungen und Atembeschwerden auslösen kann. Die höchste Gefährdung besteht während der Raupenfraßzeit ab Mai sowie durch alte Nester, in denen die Brennhaare jahrelang       
     hochkonzentriert erhalten bleiben.
  o Schäden an Bäumen: Der Befall schwächt Eichen durch Kahlfraß und tritt häufig in Kombination mit anderen Schädlingen auf.

Erkennungsmerkmale und Vorkommen
  o Aussehen der Raupen: Grau-schwarz gefärbt, bis zu 4 cm lang mit auffälliger, langer Behaarung (Achtung: Die gefährlichen Brennhaare sind deutlich kürzer und unsichtbar).
  o Aussehen der Falter: Nach der Verpuppung schlüpfen dunkelbraune Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 35 mm.
  o Bevorzugte Orte: Warm-trockene Standorte, lichte Eichenwälder, Waldränder und einzeln stehende Eichen im Stadtgebiet. Das Eiablagestadium beginnt bereits im Vorjahr im oberen Kronenbereich, gut getarnt 
     durch graue Schuppen. Der Schlupf erfolgt witterungsabhängig im April oder Mai.
  o Ausbreitung: Aufgrund des Klimawandels und milder Frühjahrsmonate breitet sich der Schädling in Deutschland kontinuierlich weiter aus.
 
Strategie zur Bekämpfung
Ob eine Bekämpfung eingeleitet wird, entscheidet die Verwaltung stets nach sorgfältiger Einzelfallprüfung.
  o Abwägung: Maßgeblich sind die Stärke des Befalls sowie die konkrete Gefahr für die Bevölkerung (z. B. an Schulen oder Kitas).
  o Verfahren: Chemische oder biologische Bekämpfungsmittel werden restriktiv und erst nach Prüfung aller umweltfreundlichen Alternativen (wie dem mechanischen Absaugen der Nester) in Betracht gezogen.
 
Verhaltensempfehlungen für Bürgerinnen und Bürger
  1. Meiden Sie betroffene Gehwege und markierte Bäume.
  2. Berühren Sie auf keinen Fall Raupen oder deren Gespinstnester.
  3. Halten Sie auch Haustiere (insbesondere Hunde) von Befallsflächen fern.
  4. Melden Sie entdeckte Befallsherde im öffentlichen Raum umgehend der Verwaltung.

 

 

links (oben und unten) Raupe der Gespinstmotte,

rechts (oben und unten) Raupe des Eichenprozessionsspinner

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